SILPHIE – die Energiegeladene

15.02.2017

Auf ersten Testäckern im Einzugsbereich der Mühlacker Biomethan-Anlage soll sich ab diesem Jahr die „Durchwachsene Silphie“ als alternative Energiepflanze etablieren.

Silphie

Der während der Vegetationsperiode über mehrere Monate gelb blühende und eine Wuchshöhe von gut und gerne drei Meter erreichende Korbblütler wird seit einigen Jahren unter anderem im Oberschwäbischen erfolgreich als „Futter“ für Biogas-Anlagen angebaut und verwertet. Auch im mittleren Enztal könnte mit dieser Pflanze als ökologische Ergänzung zu Mais der „Vermaisung“ der Landschaft entgegengewirkt werden, sind der Betriebsleiter der „WaldäckerGas“-Anlage, Harald Jaggy, und mit ihm rund ein Dutzend Landwirte überzeugt, die bei der Pilotphase des Silphie-Anbaus in diesem Landstrich dabei sein wollen.

Von Ralf Brodmann, mit seinem Kompagnon Thomas Metzler vom Energiepark Hahnennest in der nördlichen Bodensee-Region Vorreiter in Sachen Silphie-Anbau, ließen sich die überaus interessierten Landwirte praktisches Experten-Wissen über den Anbau der hierzulande noch kaum verbreiteten Kultur- und Heilpflanze vermitteln. Und auch den einen oder anderen Vorteil für die eigene Betriebsweise und auch die Natur erläutern: So kommt die mehrjährige „Silphie“ mit weit weniger Pflegeaufwand aus und muss demzufolge auch kaum gedüngt werden, und ebenso entfällt ein regelmäßiger Herbizid-Einsatz. Zudem gilt die Pflanze als Bienenweide schlechthin: Sie blüht bis in den September hinein und damit in einer Zeit, in der Honigbienen nicht mehr allzu viel Nektar finden. Eine „eierlegende Wollmilchsau“ also, die Energie und Honig liefert und für blühende Landschaften sorgt, wie eine Zeitung in Oberschwaben begeistert titelte.

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