Anlagenkonzept

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Biomethananlage Mühlacker - Das Anlagenkonzept

Biomasse aus nachwachsenden Rohstoffen ist eine sogenannte „stapelbare Energie“. Die Biomasse ermöglicht die Erzeugung von Biogas, welches kontinuierlich und bedarfsgerecht erzeugt und zwischengespeichert werden kann und sich somit zur Abdeckung der Grundlastversorgung eignet. Biogas ist ein Gemisch aus Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) das unter Luftabschluss von Bakterien produziert wird.

Die Entstehung von Gas aus verfaulender organischer Substanz lässt sich nicht verhindern. Nachdem in der Landwirtschaft ganz zwangsläufig große Mengen organischer Substanzen anfallen, und nach-wachsende Rohstoffe sich, bedingt durch entsprechende vom Gesetzgeber geschaffene Voraussetzungen, energiewirtschaftlich verarbeiten lassen, bietet es sich an, den Fäulnisprozess kontrolliert ablaufen zu lassen, um so die Fäulnisprodukte nutzen zu können – insbesondere das Biogas.

Der zukunftsweisende Vorteil der Biomethananlage Mühlacker ist die Veredelung des bisherigen Endprodukts Biogas zu Biomethan, welches Erdgasqualität aufweist und in das Erdgasnetz des Netzbetreiber (Stadtwerke Mühlacker GmbH) eingespeist werden kann.

Abbildung 1 zeigt die Prozesskette der Biomethananlage Mühlacker.

Prozesskette der Biomethananlage Mühlacker 
Prozesskette der Biomethananlage Mühlacker

Um die jeweiligen Prozessschritte besser nachvollziehen zu können, zeigt Abbildung 2 das grundlegende Blockfließbild der Biomethananlage Mühlacker.

Blockfließbild Biomethananlage Mühlacker 
Blockfließbild Biomethananlage Mühlacker

Das Konzept basiert dabei auf der Grundlage des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG), der Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (GasNZV) sowie dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG).

Die Biomethanproduktion auf Basis verschiedener Substrate soll Teil einer durchgängigen landwirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft sein, da für die Biomethanerzeugung ausschließlich nachwachsende Rohstoffe von den landwirtschaftlichen Betrieben der Region verwendet werden und die geruchsfreien Gärreste aus der Anlage den ursprünglichen Anbauflächen als Düngemittel zurückgeführt werden sollen.

Durch eine ökologische Energiepflanzen-Fruchtfolge können jährlich mehrere Energiepflanzen geerntet werden, wodurch sich auch die gestiegenen Anforderungen der EU (Cross Compliance) an die Landwirtschaft optimal erfüllen lassen. Zudem können weitere Co-Substrate wie Gülle und Mist zum Einsatz kommen, die in der Landwirtschaft aus der Tierhaltung ebenfalls anfallen. Über den Weg der Biomethanerzeugung können auch diese Produkte einer energetischen Nutzung zugeführt werden. Die daraus resultierenden Reststoffe werden mit dem Gärrest der nachwachsenden Rohstoffe auf die Felder ausgebracht. Damit ist dieser Kreislauf ebenfalls wieder geschlossen.

GUTcert

Biomethananlage Mühlacker GmbH & Co. KG  •  Danziger Straße 17  •  75417 Mühlacker
(07041) 876 473  •  bmm@biomethan-muehlacker.de